Bericht der Blockade des Naziaufmarsches in Kirchwehye

Am Samstag, den 11.05.2013, versuchte die Partei “Die Rechte” einen Demonstrationszug durch
Kirchwehye abzuhalten. Aufgerufen hatte der Neonazikader Christian Worch.
Hintergrund war der gewaltsame Tod des Daniel S., welcher im Zuge einer Schlägerei am
Kirchwehyer Bahnhof sein Leben verlor.

Die Partei „die Rechte“ versucht nun seinen Tod für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und
propagieren „Deutschland-feindliche“ Motive in den Todesfall.
Jedoch formierten sich viele mutige Antifaschisten und Antifaschistinnen zum Widerstand gegen
die Rechtsextremen, welche aus großen Teilen der Republik anreisten.
Aus Bremen reisten u.A die Linksjugend [’solid] an, sowie die linke Gruppierung Avanti.
Wir von der Linksjugend [’solid] Cuxhaven waren ebenfalls Teil des Widerstandes.
Bereits am Vormittag des 11.5.2013 trafen etwa 150 Demonstranten aus dem Linken Spektrum ein,
um den Bahnsteig für die Faschisten unzugänglich zu machen.
Einige Stunden lang konnte diese Blockade die Anreise der Rechten erfolgreich verhindern. Jedoch
wurden die antifaschistischen Kräfte schnell von einem großen Polizeiaufgebot eingekesselt und
ihnen der Zugang zum Demonstrations- Zug der Rechten sowie zu der bürgerlichen
Gegenveranstaltung am Bahnhof verwehrt.
In Folge dessen einstand eine Pattsituation am Bahngleis: Auf der Einen Seite die etwa 40
Rechtsextremen, welchen nach starken Verspätungen die Anreise nach Kirchwehye gelungen ist,
auf der anderen Seite der antifaschistische Widerstand. Gentrend durch bewaffnete Polizisten.
Diese Situation verhinderte anfangs einen Marsch der Rechten durch Kirchwehye, jedoch legten die
Polizeikräfte kurzer Hand den Bahnbetrieb lahm und eskortieren Worch und seine Nazis über die
Gleise hinweg in die Ortschaft.

Wehrendessen wurden die Gegendemonstranten weiterhin am Bahnhof eingekesselt.
Schließlich versuchte die Polizei durch eigens angeforderte Züge, Teile der Antifaschistischen
Bewegung nach Bremen zu deportieren und verkündete, nach dem sich die Demonstranten
weigerten den Bahnsteig zu räumen, dass sie sich nun alle in Gewahrsam befänden und ein
kollektives Platzverbot für Kirchwehye herrsche.
Nach mehreren Stunden des Ausharrens lichteten sich jedoch die Reihen der Antifaschisten und
Antifaschistinnen, da die Polizei diese stark unter Druck setzte und teilweise gewaltsam in Züge
zerrte.

So entschlossen sich die verbliebenem ebenfalls dazu den Bahnsteig zu verlassen, da die stark
dezimierte Gruppe nicht mehr in der Lage war, den Polizeikessel zu verlassen.
Jedoch verhinderten etwa 25 weitere Demonstranten im Ort Kirchwehye selbst, durch eine
Sitzblockade, ein weiteres Vorrücken der Nazis.
Erst nachdem die Polizeikräfte die Demonstranten einzeln wegtrugen, konnten die Rechten stark
verzögert ihren Zug vorsetzen.

Auch wenn es der Rechten schließlich doch noch gelang, ihren Zug fortzusetzen, setzte der
Widerstand in Kirchwehye jedoch ein deutliches Zeichen, gegen Rechtsextremismus in unserer
Gesellschaft und wir von der Linksjugend [’solid] Cuxhaven sind stolz zu sagen, dass wir Teil der
Antifaschisten Bewegung waren und immer bleiben werden und auch in Zukunft den Nazis keinen
Fußbreit einräumen werden!

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