Bericht vom 1.6.2013 / Blockupy 2013

Bericht vom 1.6.2013 / Blockupy 2013
Was als bunte und friedliche Demonstration gegen die menschenverachtende Ideologie des Kapitalismus begann, endete schon nach 800m in einer künstlich erzeugten Eskalation.
Der vordere, sogenannte antikapitalistische Block, wurde durch gezielte und vorbereitete Aktionen der Polizei vom Rest des Demo-Zuges abgetrennt und eingekesselt.
Diese Aktion kam für alle Demonstranten vollkommen überraschend, da die Demo gerichtlich legitimiert war. Auch herrscht Unklarheit über die Gründe für dieses Vorgehen.
Während die Demo-Leitung und viele Abgeordnete der Partei die Linke versuchten, auf Verhandlungsbasis eine Einigung zu erzielen, spitze sich die Lage im Kessel dramatisch zu.
Als das Ende der angekündigten Demo-Zeit anlief, begannen die Polizisten unter dem Einsatz von Gewalt und Pfefferspray, einzelne Demonstranten aus dem Kessel abzuführen.
Ebenfalls die Politiker der Linken wurden gezwungen den Kessel zu verlasen.

Wir, von der Linksjugend [’solid] Cuxhaven waren Teil des Blocks unser Genossen und Genossinnen der Linksjugend [’solid] und daher nicht direkt im Inneren des Kessels. Jedoch wurden wir Zeuge der Gewalt und sahen, wie dutzende von Demonstranten mit Augenverletzungen oder teilweise gebrochen Gliedmaßen, den Kessel verließen und von den Demo-Sanitätern versorgt werden mussten.
Auch ein Journalist, welcher sich im Kessel befand, erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht, Jedoch dauerte es eine Stunde bevor der Krankenwagen überhaupt eintraf.
Im Kessel befanden sich auch Rentner, Frauen und Kinder, auf die keine Rücksicht genommen wurde.

Die vollkommen unverhältnismäßig mäßige und unbegründete Gewalt der Polizei verurteilen wir, da der gesamte Demo-Zug friedlich blieb und es keinen Grund für eine Eskalation gab!
Es vermittelt den Eindruck, dass die gewalttätige Eskalation geplant war, um ein Zeichen zu setzten und klar zu zeigen, dass eine Blockade Frankfurts nicht erwünscht ist und jeglicher Protest im Keim erstickt wird.
De 1. Juni 2013 war somit ein Armutszeugnis für die deutsche Demokratie und den Rechtsstaat, da dieser von den Einsatzkräften mit Füßen getreten wurde.
Dies bekamen die 1000-2000 eingekesselten Antikapitalisten ins Besondere zu spüren.
Bis zu 10 Stunden mussten unsere Freunde und Freundinnen im Kessel ausharren, ohne eine angemessene Versorgung. Jedoch organisierte die verbliebene Demo-Leitung, größtenteils Gewerkschaftler, eine provisorische Versorgung mit Wasser für die Eingeschlossenen.
Auch wurden aus umliegenden Gebäuden Wasserflaschen in den Menge herunter gelassen.
So fand sich eine Spur von Hoffnung in Mitten der Eingekesselten.
Generell freuten wir uns sehr über das solidarische verhalten des verbliebenen Demo-Zuges. Es wurde abgelehnt, ohne den abgetrennten Block weiter zu laufen und durch viele Helfer und Helferinnen gelang es, die Opfer der Polizei Gewalt zu versorgen.

An dieser Stelle möchten wir uns darum bei allen Beteiligten von Ver.di, der Partei die Linke, der Linksjugend [’solid], Attac und allen anderen, die dort waren, bedanken!

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