Aktiv gegen Werbung der Bundeswehr an Schulen im Rahmen der „4. Studienmesse“

Am 19. November richtete das Gymnasium Wesermünde (KreisGy) die „4. Studienmesse“ aus, auf der sich SchülerInnen über das „große Angebot an Studienmöglichkeiten“ informieren sollten. Eingeladen waren nahezu 70 Universitäten, Unternehmen und Institutionen. Auch die Bundeswehr war als Aussteller vertreten und warb für eine „Karriere bei der Bundeswehr“. Sie präsentierte sich mit einem Informations-Stand sowie mit mehreren Vorträgen, die an interessierte SchülerInnen gerichtet waren. Um gegen das „Werben fürs Sterben“ zu protestieren haben sich GenossInnen der Linksjugend [’solid] Basisgruppen Bremerhaven und Landkreis Cuxhaven am Veranstaltungstag am KreisGy eingefunden, um die SchülerInnen über das „Berufsfeld Bundeswehr“ und die laufenden Kriege mit deutscher Beteiligung aufzuklären. Für die Veranstaltung hatten wir neben den bundesweiten Materialien der LJ zum Thema „Krieg“ einen eigenen lokalen Flyer (Flyer Bundeswehr) erstellt, der sich auch kritisch mit der Rolle der NATO auseinandersetzt. Um 12 Uhr fand die erste Veranstaltung der Bundeswehr statt, in deren Verlauf sie ihre Struktur und Ziele darstellte und für eine Ausbildung bei den deutschen Streitkräften warb. Danach positionierten sich die GenossInnen an einem Ausgang des Hörsaals in dem die Veranstaltung stattfand, und verteilten unsere Flyer an interessierte SchülerInnen. Diese wurden auch bereits vorher im Saal verteilt. Auch vor dem Infostand der Bundeswehr verteilten wir Flyer und legten sie für alle Interessierten sichtbar in der Nähe aus. Die eher schwache Resonanz zeigte uns, dass wir solche Aktionen, die sich explizit gegen Werbung der Bundeswehr im schulischen und im öffentlichen Raum wenden, in Zukunft fortsetzen und noch verstärken müssen. Nicht nur in Bremerhaven und dem Umland, sondern auch bundesweit versucht die Bundeswehr momentan an Schulen und Universitäten Nachwuchs zu rekrutieren, um sicherzustellen, dass sich Deutschland weiter an Kriegen in aller Welt beteiligen kann. Wir kritisieren hierbei insbesondere die Schulleitungen bzw. die Leitungen der Universitäten, die durch die Einladung der Bundeswehr SchülerInnen und StudentInnen suggerieren, dass es sich bei der Armee um einen gewöhnlichen Arbeitgeber handele und damit die Risiken und den politischen Auftrag der Streitkräfte verharmlosen. Für uns ist es wichtig im Hinblick auf Arbeits- und Perspektivlosigkeit unter Jugendlichen über die Bundeswehr, ihre Einsätze in der Welt und ihre Rolle im Kapitalismus weiter aufzuklären und werden weitere Aktionen starten.

Lukas Zöbelein, Mitglied der Linksjugend Basisgruppe Bremerhaven/Landkreis Cuxhaven

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