Solidarität mit den streikenden Erzieher*Innen

Eine bessere Eingruppierung, Gehaltserhöhung von 10 Prozent und eine generelle Aufwertung der sozialen Berufe. Das sind die Forderungen in der aktuellen Tarifrunde. Wir von der Linksjugend [`solid] Basisgruppe Bremerhaven und Cuxhaven stehen voll hinter den Forderungen der Angestellten in den Sozial- Erziehungsdiensten. Wir sagen: „Mehr Geld und Personal für die Sozial- und Erziehungsdienste jetzt!“

Dabei liegt der Konflikt viel tiefer. Während auf der einen Seite immer mehr Geld in Militär und Bankenrettung investiert werden, bleiben längst fällige Lohnanpassungen aus. Gleichzeitig steigt in diesen Bereichen die Arbeitsbelastung enorm.

ohnesolidaritaetHeute heißt ErzieherIn sein nämlich auch Portfolio und tägliche Dokumentation der Entwicklung der Kinder. Dieses ist aufgrund fehlendem Personal kaum möglich. Die Größe der Personallücke wurde vor kurzem in einer Studie auf 120.000 ErzieherInnen beziffert. [1] Die oben angesprochenen Aufgaben sind in unseren Augen nur dann möglich, wenn das Personal massiv aufgestockt wird.

(rotehilfestuttgart.blogsport.eu) [2]

Die Tarifauseinandersetzung muss in unseren Augen auch auf einer politischen Ebene geführt werden. Das heißt, es muss praktische Solidarität geübt werden, und DIE LINKE und sozialistische Jugendverbände müssen darüber aufklären, warum die Forderungen der Angestellten im Sozial- und Erziehungsbereich legitim und unterstützenswert sind. Die Eltern und die gesamte Gesellschaft müssen aufgeklärt und für die Forderungen gewonnen werden.

Die anhaltenden Kürzungen und die Nichtanpassung der Gehälter im Sozial- und Erziehungsbereich zeigen, dass es den Herrschenden im Kapitalismus nicht darum geht, die Kinder in den Kitas vernünftig zu betreuen. Es geht ihnen darum, dass Profite erwirtschaftet werden und deswegen investieren sie lieber in Waffen und Panzer, da in diesem Bereich höhere Profite zu erwarten sind. Außerdem muss festgehalten werden, dass in dem Sozial- und Erziehungsbereich keine Gewinne gemacht werden, was sich natürlich auch auf die Gehälter auswirkt. Diese Feststellung zeigt, dass wir den Kampf für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen mit dem Kampf für eine sozialistische Gesellschaft, in der die Interessen der Menschen und nicht der Profit im Mittelpunkt stehen, verbinden müssen.

[1] http://www.svz.de/mv-uebersicht/zu-wenig-erzieher-in-der-kita-id7249551.html

http://www.welt.de/politik/deutschland/article130538422/In-deutschen-Kitas-fehlen-120-000-Erzieherinnen.html

[2] http://rotehilfestuttgart.blogsport.eu/files/2013/02/ohnesolidaritaet.gif

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