Gegen Nazis kämpfen – aber wie?

Diese Frage stellt sich immer wieder. Von Jahr zu Jahr in Magdeburg und im Jahr 2015 auch des Öfteren in Bremerhaven. Die Kundgebung die vom NPD-Nazi Alexander von Malek angemeldet wurde, wurde auf Grund des schnellen und konsequenten Handelns des „ Bremerhavener Bündnisses gegen Faschismus“ verhindert. Dieses hat innerhalb von 2 Wochen 250 – 300 Antifaschist*innen mobilisiert die sich der NPD Kundgebung konsequent entgegenstellten und sie so verhinderten.
Blockaden sind also ein sehr effektives Mittel zur Verhinderung von Nazikundgebungen und Aufmärschen. Dies wurde am 04.04.2015 in Bremerhaven so wie in Dresden bewiesen.

Reichen sie aber aus um Nazistrukturen und Ideologien vollständig zu besiegen?

Blockaden sind eine gute Methode um die Hetze der Nazis von der Straße fern zu halten. Hinzu kommt, dass sie dafür sorgen, dass Nazi-Strukturen geschwächt bzw. im Aufbau behindert werden. Fakt ist, dass ihre Parteien und Organisationen nach verhinderten Demos oder Kundgebungen zwar geschwächt sind, aber trotzdem noch weiter bestehen. Somit können sie auch weiterhin ihre rassistische, nationalistische und faschistische Hetze verbreiten. Das heißt, man muss weiterhin gegen sie aktiv bleiben.

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Wie geht dies am besten?

Die Hetze der Nazis setzt an den sozialen Problemen die der Kapitalismus schafft an. Deswegen ist es nötig, dass Antifaschist*innen genau diese Probleme ansprechen und von links beantworten. Dies geht nicht in Zusammenarbeit mit den Grünen, der SPD und der CDU. Erstens, weil diese Parteien selbst für rassistische Politik stehen. Dies sieht man im Moment daran, dass sie sich alle für eine Verschärfung des Asylrechts einsetzen. Sie stehen außerdem für eine Politik der Sozialkürzungen. Diese Politik verschärft die sozialen Probleme an der die NPD ihrer Hetze ansetzt. Außerdem ist es um Nazis und Faschisten endgültig zu besiegen nötig, dass man den Kapitalismus abschafft. Nur so kann man die sozialen Probleme loswerden, an denen die Nazis mit ihrer Hetze ansetzen. Dies ist aber mit Parteien, die ihn durch ihre tagtägliche Politik, immer wieder stützen und schützen nicht möglich.
Die NPD sagt zum Beispiel, dass Flüchtlinge auf Grund ihrer Herkunft und ihres sozialen Status nur deswegen nach Deutschland kommen, weil sie hier die Sozialsysteme ausnutzen wollen. Darauf sollten Antifaschist*innen mit der Forderung nach gleichen Rechten für alle hier lebenden Menschen antworten. Außerdem sollte die antifaschistische Bewegung sich auch auf Auseinandersetzungen wie Streiks beziehen und in ihren Mobilisierungen darauf achten, dass sie sich für bessere Bedingungen in der Schule, der Ausbildung und im Betrieb einsetzt. So kann man Arbeiter*innen, Auszubildende und Schüler*innen erreichen, die bisher noch nichts mit dem Kampf gegen Nazis und ihre Strukturen zu tun hatten. Es muss der antifaschistischen Bewegung also darum gehen, dass sie gerade die erreicht, die für die Hetze und Demagogie der Nazis empfänglich sind. Antifaschistische Arbeit darf keine Selbstbeschäftigung bleiben.
Antifaschismus ist gerade in einer Phase wichtig in der sich die kapitalistische Krise verschärft und in der wir in ganz Europa eine Zunahme von rechtspopulistischen Organisationen und faschistischen Kräften feststellen müssen. Beispiele findet man in Frankreich, wo der „Front National“ bei den letzten Wahlen abgeräumt hat oder in Griechenland, wo gerade die gesamte Parteiführung der Goldenen Morgenröte wegen rassistischen Verbrechen vor Gericht sitzt.
Es gilt also wachsam zu sein, und allen rechten Umtrieben jederzeit entschieden entgegenzutreten!

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