„Bundeswehr raus aus den Schulen!“ Bericht zur Aktion vom 16/17. November

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Am 17. November trafen sich Genossen*innen und Sympathisanten*innen der Linkjugend [’solid] Bremerhaven und Cuxhaven am Gymnasium Wesermünde, um dort bei der Berufsmesse kritische Fragen an Vertreter*innen der Bundeswehr zu stellen. Bereits am vorherigen Tag verteilten wir Flyer am Lloyd Gymnasium. Die Bundeswehr wirbt seit Jahren bei Berufsmessen Schüler*innen an, ohne sie über die Risiken des Berufes der Soldaten*innen aufzuklären. Menschen, die im Krieg kämpfen, kommen häufig mit schweren posttraumatischen Belastungsstörungen zurück. Außerdem macht die Bundeswehr den Schüler*innen nicht klar, was es heißt zur Bundeswehr zu gehen: Die Ausbildung zum/zur Mörder*in.

Bei unserem ersten Versuch in einem Vortrag Fragen zu stellen, wurden wir unsanft wieder heraus geworfen, mit der Begründung man würde uns kennen und wir wären nur zum stören da. Von Seiten der Schulleitung kam die Drohung der Verweisung vom Schulgelände. Trotzdem konnten wir nach dem Vortrag ungehindert unsere Flyer an die Schüler*innen verteilen.

Als wir uns einige Zeit später am Stand der Bundeswehr trafen, um Flyer zu verbreiten und Fragen zum Beruf Soldat*in stellen wollten, kam nach kurzer Zeit ein Vertreter der Schule, der uns verbot weiterhin Flyer zu verteilen und Fragen zu stellen. Dies zeigt in unseren Augen, wie schnell demokratische Grundrechte, hier das Recht auf freie Meinungsäußerung ausgehebelt werden, wenn es bestimmten Staatsorganen gerade mal nicht passt, dass entweder demonstriert wird oder direkt an ihnen Kritik geübt wird. Da wir schnell feststellten, dass die Werbeoffiziere nicht mit uns reden wollten, verlegten wir unsere Handlugen darauf den Aufsteller, den die Bundewehr großzügig mit Informationsmaterial zur „Karriere“ in ihren Reihen ausgestattet hatte, zu leeren und mit unseren eigenen Flyern zu füllen. Als dieses vollendet war, versuchte ein Genosse nochmals Flyer vor dem Stand der Bundeswehr zu verteilen was zu einer Auseinandersetzung mit der Bundeswehr und einem Vertreter der Schule hinauslief. Auf Grundlage dieser Auseinandersetzung wurden drei Genossen ein Hausverbot ausgesprochen.

Zudem gab es auch einen Vortrag von der Rheinmetall Defence Electronics GmbH, welche eine eigne Partnerfirma der Rheinmetall AG darstellt. Diese stellt Simulatoren her und schreibt Programme. Trotzdem muss die Rheinmetall Defence Electronics GmbH als Teil des größten Waffenproduzenten in Deutschland, der Rheinmetall AG, zusammen gedacht werden. Selbst die vortraghaltende Person sagt, dass die Programme, die da geschrieben werden,  kritisch betrachtet werden können.

Keine Bundeswehrwerbung an Schulen!

Keine Werbung für Rüstungsunternehmen!
Keine Militarisierung des öffentlichen Raumes!

 

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