150 Menschen demonstrieren in Nordenham gegen Rassismus und rechte Hetze! – Bericht zur Demo vom 28.11.2015

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Refugees Welcome Demo am 28.11 in Nordenham

Am 28. November nahmen  Genoss*innen der linksjugend[`solid] Basisgruppe Bremerhaven und Cuxhaven an der Refugees Welcome Demo in Nordenham teil. Diese wurde innerhalb von anderthalb Wochen von einer Einzelperson organisiert.  

Pünktlich um 14 Uhr begann dann die Auftaktkundgebung am Marktplatz, an welcher sich  ca. 150 Menschen beteiligten. Außerdem schlossen sich genau wie an der Demo auch Mitglieder der Parteien, der sogenannten „SPD und  die „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN“, an. Wir verteilten  bei der Auftaktkundgebung ein Flugblatt, dass sich mit dem Thema Rassismus und dem Kampf gegen ihn befasst. Dieses Flugblatt wurde von den an der Kundgebung beteiligten sehr gut angenommen.

Gegen 14:30 begann dann der Demozug durch Nordenham. Uns überraschte es sehr, dass sich an diesem auch die SPD und die Grünen ohne Scham und außer von unserer Seite auch ohne öffentliche Kritik beteiligten. Da genau diese Parteien die auch die niedersächsische  Landesregierung stellen,  für die Umsetzung des verschärften Asylrechts, also Abschiebungen usw verantwortlich sind. Dies taten wir auf der Demo mit Slogans wie: „Wer hat uns Verraten Sozialdemokraten! Wer war dabei? Die Grüne Partei!“ kund. Außerdem stellten wir als Gruppe  zusammen mit Genoss*innen aus Delmenhorst und der Region Nordenham einen kämpferischen Block und haben das Fronttransparent getragen.

Weiterhin zu kritisieren war, dass einige wenige der Teilnehmer*innen stark alkoholisiert an ihr teilnahmen. Die Teilnahme an Demos unter Alkohol bzw. Einfluss von anderen Drogen lehnen wir entschlossen ab, da man damit erstens sich selbst und zweitens die gesamte Demo gefährdet.

Es gab dann nach der Demo noch eine Abschlusskundgebung bei der zwei Reden gehalten wurden. In einer der beiden Reden ging es um postkoloniale Politik im Bezug auf Afrika. Also darum, wie die imperialistischen Staaten bzw. imperialistische Staatenbündnisse durch ihre Politik Menschen in Afrika die Lebensgrundlage zerstören und sie damit in die Flucht zwingen. Als Themen wurden Land Grabbing, Fischfang und Ausbeutung durch multinationale Konzerne angesprochen.

Die zweite Rede hielt ein Genosse unserer Basisgruppe. Die Rede zielte darauf ab den Zusammenhang zwischen imperialistischen Kriegen, Terror und Rassismus herzustellen. Außerdem ging sie auf die Rolle von CDU, SPD und Grünen im Bezug auf die Verschärfung des Asylrechts ein. Des weiteren stellte sie klar, dass die hier lebenden Armen und Arbeiter*innen mit ihren geflüchteten Klassenbrüdern und Schwestern gemeinsam für eine menschliche Unterbringung, ein finanziell gut ausgestattetes Bildungssystem das jedem unabhängig vom Geldbeutel der Eltern Bildung garantiert und gut bezahlte Jobs kämpfen müssen. Außerdem sprach sie sich für die Anerkennung aller Fluchtursachen aus und ging auf den Zusammenhang von Kürzungspolitik und ansteigenden Rassismus ein. Sie stellte außerdem die Systemfrage und kritisierte konseqent den Kapitalismus als Hervorbringer der in ihr angesprochenen Probleme.

Unser Fazit zum Tag in Nordenham ist, dass es eine mit ein paar Abstrichen eine gute Demo war, die gut als Augangsunkt für weitere Aktionen genutzt werden kann.

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