Solidarität mit Julian Kinzel heißt den antifaschistischen Selbschutz organisieren!

terrorwarnung_rechtsMordanschlag auf LINKE-Mitglied in Wismar, Mecklenburg-Vorpommern. Es waren mutmaßlich drei Faschisten, die unseren Genossen Julian Kinzel mit einem Messer attackiert haben. Dies zeigt erneut, wie gefährlich die faschistische Ideologie insbeonsdere für Migrant*innen, Geflüchtete und Linke ist. Denn im Kern bedeutet diese Ideologie Gewalt gegen alles und jeden, der/die/das nicht in das Weltbild der Faschist*innen passt.

 

Dies kann man auch an den über 800 Anschlägen auf Geflüchtetenunterkünfte oder Häuser die für solche Unterkünfte vorgesehen waren im Jahr 2015 sehen. Außerdem zeigt es, dass es durchaus nicht reicht wie es von Julian gesagt wurde, auf diese Angriffe und Anschläge mit mehr „Liebe“ zu antworten. Denn es ist nicht die fehlende Liebe, die Faschist*innen dazu treibt solche Gewalttaten zu begehen, sondern erstens ihre Ideologie und zweitens die gesamt gesellschaftliche Stimmung, die im Moment von Rassismus gegenüber Geflüchteten und anderen Migrant*innen geprägt ist. An dieser Stimmung haben insbesondere Parteien wie die AfD schuld, die immer wieder Geflüchtete und Migrant*innen auf Grund fehlender Integration oder einfach auf Basis ihrer Herkunft für alle Übel verantwortlich machen, mit denen die große Mehrheit der Gesellschaft konfrontiert wird. Außerdem tragen auch die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD eine Mitschuld und zwar dadurch, dass sie seit Monaten immer wieder das Asylrecht verschärfen und hierfür auch rassistische Stigmata wie zum Beispiel das „Boot ist voll“ oder kulturelle Unterschiede hernehmen. Hierbei ist insbesondere die CSU führend. Hinzu kommt, dass die Grünen regelmäßig den willfährigen Partner abgeben, der anfangs noch laut gegen diese Verschärfungen wettert um dann am Ende umzukippen.

Das oben beschriebene zeigt also, dass „Liebe“  durchaus nicht reicht um diese Stimmung und die darauf fußenden Anschläge zu verhindern. NEIN, dafür müssen wir uns über ethnische, religiöse und alle anderen Spaltungslinien hinweg organisieren. Und im Moment ist es insbesondere wichtig sich organisiert und schützend vor die Unterkünfte der Geflüchteten zu bewegen und außerdem UNSERE eigenen Strukturen, Demos und Aktionen organisiert vor faschistischen Angriffen zu schützen. Außerdem muss die Organisierung auf einer antikapitalistischen Basis stattfinden, die dazu in der Lage ist, eine Perspektive aus der Misere zu weisen, an deren Auswirkungen die Faschist*innen und Rassist*innen ansetzen um ihre Propaganda zu verbreiten.

Update vom 13.01.2016: Julian ist scheinbar ein Lügner – aber der rechte Straßenterror ist echt! (Update)

http://klassegegenklasse.org/julian-ist-scheinbar-ein-luegner-aber-der-rechte-strassenterror-ist-echt/

 

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