Never again! Fight fascism in Bremen and everywhere!

Never again! Fight fascism! In Bremen and everywhere!

Never again! Fight Fascism in Bremen and everywhere!

Never again! Fight fascism in Bremen and everywhere!
Erinnern heißt kämpfen – 27.01.2016 Tag des Gedenkens

Heute ist der Jahrestag von der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die rote Armee und der internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des „Nationalsozialismus“.

Jüdischfeindliche Entwicklungen und Rassenantisemitismus vor dem Aufstieg des deutschen Faschismus

Schon vor den Nazis gab es Antisemitismus. Zunächst gab es einen religiös motivierten Antijudaismus im Christentum zur Zeit des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Diese Judenfeindlichkeit richtete sich gegen die jüdische Religion. Den Menschen mit jüdischen Glauben wurde keine eigene „Rasse“ zugeschrieben. Jüdische Menschen konnten ihre Religion wechseln, sofern sie aufgrund von Diskriminierung dazu entschieden (oder entscheiden mussten). Zudem wurden die Menschen mit jüdischen Glauben als ein „fremdartiges“ „Volk“ wahrgenommen. So wurde den jüdischen Menschen, eine Minderheit in der Gesellschaft, kollektivistisch die Schuld für verunreinigte Brunnen als „Brunnenvergifter“ zugeschrieben oder die Schuld an Missernten sogar die Pest in die Schuhe geschoben, eine Krankheit welche im Mittelalter etwa einen Drittel der Menschen, die in Europa lebte, den Tod brachte. „Die Juden“ wurden später auch zum Sündebock von  Krieg und wirtschaftlichen Krisen und sonstigen gesellschaftlichen Problemen degradiert. Dies endete mehrfach und europaweit immer wieder in jüdischfeindlichen Pogromen.Schon im 19. Jahrhundert entwickelte sich aus bestehenden antisemitischen Weltbildern, Stereotypen und Vorurteilsstrukturen auch rassischtisch-biologistisch konstruierter Rassenantisemitismus. In der Folge der  wirtschaftlichen Krise von 1873 im „Deutschen Kaiserreich“ richtete sich  Hass der jüdischfeindlichen Bewegungen gegen Menschen nicht weil sie den  jüdischen Glauben haben, sondern gegen die Menschen, die der jüdischen  „Rasse“ angehören sollen. Selbst Menschen, die sich nicht mehr zum  Judentum bekannten, getauft, die Religion gewechselt haben oder  Nachkommen von Menschen waren, die den jüdischen Glauben aufgegeben  hatten,  wurden zum Feind einer fiktiven „Reinrassigkeit“ erklärt.

Der Rassenantisemitismus ging soweit, dass es zu gesamtjüdischen Vernichtungsbestrebungen kam. Paul Bötticher, welcher sich als einen christlichen Vorkämpfer stilisierte, schrieb: „Die Juden sind als Juden in jedem europäischen Staate Fremde, und als Fremde nichts anderes als Träger der Verwesung. Hier werden den jüdischen Menschen Eigenschaften zugeschrieben nach dieser sie als etwas „fremdes die imaginierte „Reinheit des „deutschen Volks als Träger der „Verwesung also durch minderwertiges biologisches Material gefährden würden. Voller Hass mündete Bötticher 1888 in einer judenfeindlichen Ungeziefergleichsetzung. Er sagte: „Mit Trichinen und Bazillen wird nicht verhandelt, Trichinen und Bazillen werden auch nicht ‘erzogen’, sie werden so rasch und gründlich wie möglich unschädlich gemacht. Weiter beklagte er, dass zu viele „Deutsche zu „feige seien, das jüdische „Ungeziefer zu zertreten.

Rassenwahn und Vernichtungsantisemitismus im deutschen Faschismus

Die Nazis verbanden bestehende jüdischfeindliche, antisemitische und rassenantisemitische Ansichten und steigerten diesen zu einem staatsadministrativen Vernichtungsantisemitismus. Hitler schrieb zur „Judenfrage“ 1918: „Sein letztes Ziel aber muss unverrückbar die Entfernung der Juden überhaupt sein.“

Der konstruierte Rassenantisemitismus, schrieb den Menschen des jüdischen Glaubens eine eigene „Rasse“ zu, die als minderwertig betrachtet wurde. Im Gegensatz dazu wurde die imaginierte „deutsche, arische Rasse“ der „deutschen Volksgemeinschaft“ höher gestellt. Aus dieser Höherstellung als „Herrenrasse“ ergab sich, dass die Existenz, der als minderwertig angesehenen jüdischen „Rasse“ als ein „Volksschädling“ des „reinen Volkskörper“ bzw. der „deutschen Rasse“ betrachtet wurde. Dessen Existenz bedrohe die  fiktive „Reinheit“ des „deutschen Rassen“-Konstruktes. Über diesem fanatischen Wahn „legitimiert“, vernichteten die deutschen Faschist*innen über 6. Millionen  Menschen mit jüdischem Glauben und alle jene, die aus der „deutschen Volksgemeinschaft“ ausgeschlossen wurden. So wurden ca. 500.000 Sinti und Roma „nur“ aufgrund dessen umgebracht, weil sie als „minderwertige fremde“ Rasse betrachtet wurden. Dieser Massenmord wird von Sinti und Roma als Porajmos „das Verschlingen“ bezeichnet. Weiter wurden Homosexuelle, Kommunist*innen, Oppositionelle, Sozialdemokrat*innen verfolgt und umgebracht.

Unter dem Begriff der „Endlösung“ proklamiert, haben die deutschen Faschist*innen versucht alle Menschen jüdischen Glaubens auszulöschen und somit ihren Rassenwahn zu vollenden. Über diesen Ideologie-Bestandteil konnte der Kapitalismus in Form des deutschen Faschismus seine menschenverachtende Konkurrenz und Verwertungslogik weiter im Interesse der herrscheden produktionsmittelbesitzenden deutschen Bourgeoise entfalten. So wurden die Interessen der „deutschen Volksgemeinschaft“ im Namen der deutschen Nation proklamiert und als gleichsam gültige Interessen der Herrschenden sowie Ausgebeuteten umgedeutet. Dies verschleierte die Klassenwidersprüche der Herrschenden und Beherrschten. Weiter wurden die Interessen der „deutschen Volksgemeinschaft“ über die von den deutschen Faschist*innen als minderwertiger betrachteten Gruppen in den Nachbarländern gestellt, die dann aus einer fiktiven „Legitimation“ heraus der menschenverachtenden Ausbeutungs- und Verwertungslogik der Nazis zum Opfer fielen.

Kapitalistische Ausbeutung und imperialistische Aggression durch den Faschismus, deutscher Prägung

Dies Spitze sich in einer der aggressivsten kapitalistischen Verwertungslogik zu wie, dass der Deportation und Ausbeutung von Zwangsarbeiter*innen aus den besetzten Gebieten für die Kriegsindustrie im „Dritten Reich“. Hieraus resultierte letzlich, die schlimmste imperialistische Aggression im 20. Jahrhundert, mit der die Nazis Europa in Schutt, Vernichtung, und Elend, überzogen haben. Dieser Krieg kostete über 65 Millionen Menschen das Leben. Die Sowjetunion war am stärksten mit 27 Millionen Menschen betroffen. Dies liegt auch daran, dass die Nazis auch den existierenden Bolschewismus, der den Kommunismus anstrebte,  als jüdisch definierten und gerade deswegen haben die deutschen Faschist*innen so brutal Krieg gegen die Sowjetunion geführt. So wurde ein Krieg gegen den jüdischen-Bolschewismus propagiert. Während gleichzeitig in Osteuropa unter dem Titel „Lebensraum im Osten gewaltsam neue Gebiete erschlossen wurden. Dabei haben die Faschist*innen, die dort einheimischen Menschen als slawische und  jüdische „Untermenschen“ angesehen sowie deswegen verfolgt und umgebracht. Ganze Landestriche wurden komplett von diesen „gesäubert um Platz für die von den Faschist*innen als höherwertig angesehene deutsche Volksgemeinschaft zu schaffen.

Zusammenfassend lässt sich sagen:
Die kapitalistischen Verhältnisse, die aus dem Prozess der Industrialisierung hervorgegangen waren und aus denen der Faschismus entsprungen war, sowie der (Rassen)antisemitismus sind die  „notwendigen Vorbedingungen für den äußerst brutalen deutschen Imperialismus und dem Holocaust  gewesen.

KEIN VERGESSEN!

Die NS-Geschichte darf nicht in Vergessenheit geraten, vor allem nicht in dem Land von dem der zweite Weltkrieg und der systematisch organisierte Massenmord an den Menschen jüdischen Glaubens, der Shoa, verübt wurde. Der viel zitierte kategorische Imperativ von Theodor W. Adorno: Das Auschwitz nie wieder sei, muss universalistische Allgemeingültigkeit haben.

Wir Gedenken den Menschen die Opfer der nazistischen Diktatur, die Opfer der jüdischfeindlichen, rassenantisemitischen  NS-Ideologie, Opfer des Faschismus wie auch Opfer des sehr aggressiven Imperialismus, Opfer des 2. Weltkrieg und Opfer der Shoa geworden sind. Zudem ist der antifaschistische Widerstand zu betonen, der unter diesen menschverachtenden Bedingungen enstehen musste.

NIE WIEDER!

Gerade vor den rassistischmotivierten massiven Brandanschlägen auf Geflüchteten-Unterkünfte sowie Angriffen auf Geflüchtete oder bejubelten Sprüchen bei Pegida zum Umgang mit diesen wie: „Die KZ sind ja leider außer Betrieb“ oder dass Brandanschläge auf Synagogen laut Gericht, nicht antisemitisch seien oder ein Fund von fast 1.000 Waffen, Waffenteile und Patronen bei einem Polizeibeamten aus Hamburg bei dem zudem Nazi-Gegenstände in der Wohnung gefunden wurden – darunter eine Hakenkreuzfahne, eine Reichskriegsflagge und ein Koppelschloss mit Hakenkreuz und der Prägung „Deutschland muss leben und wenn wir sterben müssen“ und rassistische Aufmärsche gemeinsam von AfD-Pegida-NPD zeigen wie rechtspopulistisches bis hin neofaschistisches Gedankengut zusammenhängen, sich aus der „Mitte“ der Gesellschaft rekrutieren und eine reale Bedrohung darstellen.

Never again! Fight fascism in Bremen and everywhere!

Nieder mit Pegida!
Nieder mit Pegida Bremen!
Nieder mit der AfD!
Nieder mit der NPD!
Nieder mit dem Faschismus!

 

 

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Ein Gedanke zu “Never again! Fight fascism in Bremen and everywhere!

  1. […] Ähnliches  gab es bereits im November 2015 bei Pegida zuhören. So hetzte ein  Pegida Redner mit Bezug auf den Umgang mit Geflüchteten während der Mob dazu jubelnden gröhlt: „Die KZ sind ja leider außer Betrieb“. Der Aufruf zum Massenmord ist gerade vor dem Hintergrund der Geschichte erschütternd und beängstigend. Neben der Hetze wurde in selber Schifft mehrfach noch das Datum 7.03.2016 an die Kabinenwand geschmiert. Das Datum ist gerade mal 6 Tage vor den Landtagswahlen (Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinlandpfalz) vom 13 März 2016 bei dem die AfD ein Sammelbecken aus rechtspopulistischen und rechtsradikalen Kräften mit faschistischen Elementen, einen erheblichen Stimmenzuwachs für sich verbuchen konnten. Bereits am 29. Januar 2015 macht der stellvertretende AfD-Bundessprecher Alexander Gauland deutlich: „Pegida Dresden und die Demonstranten sind noch immer natürliche Verbündete“ der AfD. […]

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