Gegen Nazi-Hassparolen und den Aufruf zum Massenmord an der Universität Bremen!

Nazis,  jüdischfeindlichen Antisemitismus und Rassismus bekämpfen – auch auf der Toilette!

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda

Folgende Hassbotschaften auf den Fotos stammen aus Bremen. Diese sind nicht an irgendeinem Ort, sondern an der Universität Bremen an der zentral gelegenen Glashalle auf dem Damen-WC zu finden. Dort stehen antijüdische und geflüchtetenfeindliche Hassparolen wie „Scheiß Jude!!“ „Wir brauchen Hitler!!!“, „KZ öffnen“ „Flüchtlinge ab in die Gaskammer!“

Es ist erschreckend, dass der Holocaust, der Massenmord an 6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens, in der Gesellschaft verherrlicht wird. Zugleich macht es fassungslos, dass sich positiv auf die Konsequenzen vom verschwörungstheoretischen Rassenwahn der Nazis berufen und dies sogar abgewandelt auf Geflüchtete übertragen wird. So ein hasserfüllter Aufruf zum Massenmord stellt bewusst den Bezug zu den Nazis her, dementsprechend wird eine Art „Endlösung der Flüchtlingsfrage“ in den Vernichtungskammern der Konzentrationslager angestrebt. Die ideologischen Hintergründe des wahnhaften und  antijüdischen Vernichtungsfeldzuges gegen „die Juden“ ist der sogenannte „Nationalsozialismus“. Davon ausgehend werden Menschen mit jüdischen Glauben durch die Nazis als „Volksschädlinge“ in der „deutschen Volksgemeinschaft“ diffamiert, schrittweise intensiver diskriminiert und verfolgt. Aus dem Naziwahn heraus würden „die Juden“ eine fiktive Reinheit der „arischen Rasse“ sowie der „germanischen Kultur“ bedrohen, da sie die Träger der „Verwesung“ durch minderwertiges biologisches Material seien und dafür aus der Sicht der Nazis vernichtet werden müssen. Diese vermeintlichen „Ängste und Bedrohungsszenarien“ spielen sich in weiteren Formen ab.
So wird von einem ähnlichen Schema ausgegangen. Demzufolge würden Geflüchtete die fiktive Reinheit des „deutschen Volkes“ und oder der „deutschen Kultur“ bedrohen. Aus dem menschenverachtenden Wahn heraus müssen „Flüchtlinge ab in die Gaskammer!“ geschickt werden. Hierbei wird außer Acht gelassen, dass Kultur kein statisches Subjekt ist, sondern sich im Laufe der Geschichte durch die Menschen in der Gesellschaft verändert und nicht isoliert sein kann von Einflüssen diverser Kulturkreise.
Hetzparole „KZ öffnen“ „Flüchtlinge ab in die Gaskammer!“

Ähnliches  gab es bereits im November 2015 bei Pegida zuhören. So hetzte ein  Pegida Redner mit Bezug auf den Umgang mit Geflüchteten während der Mob dazu jubelnden grölt: „Die KZ sind ja leider außer Betrieb“. Der Aufruf zum Massenmord ist gerade vor dem Hintergrund der Geschichte erschütternd und beängstigend. Neben der Hetze wurde in selber Schifft mehrfach noch das Datum 7.03.2016 an die Kabinenwand geschmiert. Das Datum ist gerade mal 6 Tage vor den Landtagswahlen (Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinlandpfalz) vom 13 März 2016 bei dem die AfD ein Sammelbecken aus rechtspopulistischen und rechtsradikalen Kräften mit faschistischen Elementen, einen erheblichen Stimmenzuwachs für sich verbuchen konnten. Bereits am 29. Januar 2015 macht der stellvertretende AfD-Bundessprecher Alexander Gauland deutlich: „Pegida Dresden und die Demonstranten sind noch immer natürliche Verbündete“ der AfD. [1]

Schreckensherrschaft der Nazis als vermeintliche Lösung?
Hassparole 04Der Ruf nach einem starken Führer wie Hitler, der sich dem „Problem“ annehmen solle, verdeutlicht den Drang nach Entindividualisierung in einer völkisch-nationalen Gemeinschaft mit Führerkult und die Gleichschaltung des Individuums in Verbindung mit dem Wunsch nach despotischer Gewaltherrschaft gegen „die anderen“. Das sind menschverachtende Reaktionen auf wirtschaftliche Krisen und sonstige gesellschaftlichen Probleme an dem „die Juden“ schuld seien.
Judenhass und antijüdische Verschwörungen
Hassparole 03
Die Hetzparole „Scheiß Jude!!“ im Kontext der Geflüchtetenbewegung nach Europa verweist auf die jüdischfeindliche Verschwörung hin, wo nach „die Juden“ eine angebliche Zerstörung Europas planen, die durch eine vermeintliche Islamisierung eingeleitet würde. Diese komme infolge von Migrationsbewegungen zustande, welche (teils) ausgelöst durch Kriege sind, hinter denen wiederum „die Juden“ stecken sollen. [2]
Solche rassistischen, jüdischfeindlichen, verschwörungstheoretischen, nazistischen Weltanschauungen müssen als solches benannt und bekämpft werden. Falsche, vereinfachende, lebensgefährliche und aufhetzende „Erklärungsmuster“ für Krisenphänomene in der Dauerkrise Kapitalismus müssen stets auf Widerstand treffen. Hierzu braucht es eine gesellschaftliche Alternative, welche die soziale Frage thematisiert.
Die Linksjugend verurteilt rassistische Hetze, antijüdische Verschwörungen und den Aufruf zum Massenmord auf das Schärfste.
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