Internationalistische Demo gegen den Staatsterror der Türkei und Faschismus!

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Am Nachmittag des 10.03.2016 demonstrierten in Bremen etwa 600 Menschen gegen den Staatsterror des Erdogan-Regimes und gegen Faschismus. Zunächst versammelten sich die Demonstrant*innen am Hauptbahnhof Bremen. Von dort aus ging ein Demozug in Richtung Innenstadt los, der in einer mit abschließenden Kundgebung vor der Bremischen Bürgerschaft mündete. Der Anlass hierzu war ein Aufruf von türkischen Nationalist*innen und  Faschist*innen welcher betonte, dass es nicht  zu einer Spaltung des türkischen Staates kommen dürfe und der den sektiererischen Terror des sogenannten selbsernannten „Islamischen Staates“  (Daesh) mit allen Handlungen der PKK (Partiya Karkerên Kurdistanê, Arbeiterpartei Kurdistans) gleichsetzt.

Hierzu müssen wir sagen, dass die Verteidigung von Städten in den kurdischen Gebieten der Türkei und in Syrien durch die PKK ) und  PYD (Partiya Yekitîya Demokrat, „Partei der Demokratischen Union“) bzw. ihrer bewaffneten Einheiten notwendig ist. Wir lehnen jeden Terrors entschieden ab. Dies tun wir, dass durch diese Handlungen auch die Arbeiter*innen in Mitleidenschaft gezogen werden. 
Auf der Demo wurde der Staatsterror, den das AKP-Regime (Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung) durch Polizei und Armee in die kurdischen Gebiete trägt, in thematisiert. Hierbei wurde die Situation der Städte Cicre und Diyarbakir hervorgehoben, die seit Monaten mit einer Ausgangssperre belegt sind. Außerdem wurde in mehreren Redebeiträgen betont, dass der Kampf gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus einen internationalen Charakter hat, da solches Gedankengut überall auf der Welt existiert. Die Demo war kämpferisch und es wurden inhaltlich gute Reden gehalten. Es lief viel kurdischsprachige Musik und es wurden oft Slogans wie zum Beispiel  „Hoch die internationale Solidarität“ und Biji Kurdistan („Es lebe Kurdistan“) gerufen. 

 

Außerdem wurde kritisiert, dass das Erdogan Regime mit aller Härte gegen jede Art von Opposition vorgeht. Hier wurde der Fall der 1000 Intellektuellen hervorgehoben, die einen  Friedensapell an Erdogan gerichtet haben. Dafür sind sie tagtäglich von staatlichen Repressionen bedroht, betroffen und oder wurden eingesperrt.

Im großen und ganzen, war diese Demo also ein  starkes Zeichen gegen den Staatsterror der Türkei in den kurdischen Gebieten und gegen den Faschismus. Zudem stellte sie ein starkes Zeichen der internationalen Solidarität dar.
Wir fordern also auch weiterhin:
  • Die Aufhebung des PKK Betätigungsverbots in der BRD und die Streichung der PKK von der EU-Terrorliste!
  • Den Rückzug der türkischen Truppen und Polizei aus den kurdischen Gebieten!
  • Die Aufhebung der Ausgangssperren für die Städte Cicre und Diyabakir und allen anderen betroffenen Städten!
Aufruf bei Endofroad:
Radio Bremen:
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