Die Umwelt retten heißt: Kapitalismus überwinden!

Müll im Alltag ist mittlerweile kein seltener Anblick mehr. Dreckige Strände oder zugemüllte Straßen finden wir beinahe überall. Doch woher kommt all der Müll? Werfen wir tatsächlich so viel Abfall in die Natur und welche Auswirkungen hat dies? Woher kommt der Großteil des Mülls? Wie kommt es, dass zunehmend Produkte in immer mehr Plastik verpackt werden? Und wer profitiert eigentlich davon?

Auswirkungen auf Natur und Menschen
Der Müll, vorallem Plastikmüll, braucht Jahrzehnte bis er abgebaut wird. Eine einfache Plastiktüte aus dem Supermarkt braucht etwa 40 Jahre. Dabei wird Plastik fragmentiert. Dies bedeutet, dass er sich zuerst in immer kleinere Bestandteile zerlegt. Diese Bestandteile gelangen insbesondere über die Meere auch an Strände oder werden von Fischen etc. verschluckt. So sieht dieser Müll nicht nur ekelhaft aus und stinkt, sondern gefährdet stark alle Lebenwesen im Wasser und an Land. Viele Tiere werden vom Plastikmüll stranguliert, von den Ausgüßen vergiftet oder ersticken am Müll, den sie für Nahrung halten. Immense Tonnen an Müll lassen mittlerweile in den Ozeanen ganze Inseln aus Müll formen – ein alarmierendes Signal! Die fragmentierten Plastikteile gelangen auch durch Tiere und Fische, welche sie verschlucken in die Nahrungskette des Menschen.

5669aTrotz der Gefahren für Tiere und Menschen wird immer mehr Plastik produziert und immer mehr Produkte darin verpackt (z.B. Gummibärchen, die in kleine Plastiktüten gepackt und dann noch in einer großen verpackt werden).

Wer profitiert davon?
Offensichtlich haben weder wir Menschen noch Tiere oder die Umwelt Vorteile hiervon, die die Nachteile überwiegen. Deutschland hat jedoch große Chemiekonzerne, welche von der Herstellung und dem Verbrauch des Plastiks enorm profiteren. Diese stellen nämlich das Plastik oder seine Bestandteile für den globalen Export her, damit dieses dann im jeweiligen Importland zu Gebrauchsgegenständen aus Plastik weiterverarbeitet werden kann. Ein Beispiel hierfür wäre das Chemieunternehmen „Ticona“ in Frankfurt, welches Plastik herstellt.
Es wird deutlich, dass letztendlich nur große Unternehmen vom Mehrverbrauch des Plastiks profitieren. Dies zeigt deutlich die Logik des kapitalistischen Wirtschaftssystems auf: bekannt schädliche Produkte werden weiter vertrieben um den Profit zu mehren.

Doch was können wir tun?
Natürlich könnte gefordert werden, dass die Einzelverbraucher*in bewusster einkauft, dennoch ist es für die Verbraucher*innen kaum möglich um Plastik herumzukommen. Um grundsätzlich etwas zu ändern, muss das kapitalistische System in Frage gestellt werden.

Wir wollen eine Welt, in der die Wirtschaft an den Bedürfnissen der Menschen und Tiere und nicht an den des Profits orientiert ist.
Daher brauchen wir eine sofortige Verstaatlichung der entsprechenden Konzerne. Sie müssen unter demokratische Kontrolle gestellt werden, da nur so gewährleistet werden kann, dass sie im Interesse der Menschen produzieren. Auch muss es strengere Auflagen für die Verwendung von Plastik und Plastikverpackungen geben. Desweiteren müssen wir uns Freihandelsabkommen wie TTIP entgegenstellen, welche Verbraucher*innenrechte weiter beschneiden und den Konzernen weltweit noch mehr Macht einräumen sollen. Wir fordern aus diesen Gründen dazu auf sich am 17. September an den Anti-TTIP Demonstrationen zu beteiligen. Aber auch sich abseits hiervon sich zu organisieren, um den Interessen der kapitalistische Produktion eine starke Opposition entgegenzustellen.

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