Stadtjugendring Bremerhaven e.V – „Nein zu Bundeswehrrekrutierung unter Minderjährigen“

734766_400302696672876_358665137_nAm. 15. November fand die Mitgliederversammlung der vertretenen Organisationen im Stadtjugendring Bremerhaven e.V. statt. Wir gratulieren unseren Genossen Tom Langensiepen für seine Wahl in den Vorstand. Natürlich auch allen anderen. Besonders zu betonen ist die einstimmig beschlossene Positionierung „Nein zu Bundeswehrrekrutierung unter Minderjährigen“. Diese geht auf Initiative vom StadtSchülerRing Bremerhaven zurück, welche sich gegen die Werbekampagnen und Rekrutierungsmaßnahmen der Bundeswehr an Schulen in Bremerhaven richtet.
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Nein zu Bundeswehrrekrutierung unter Minderjährigen – Der Beschluss:
„Die Zahl der Minderjährigen in der Bundeswehr steigt seit Aussetzen der Wehrpflicht stetig an. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums waren in diesem Jahr am Stichtag 1. November 1576 Rekrut*innen noch kene 18 Jahre alt, 2011 waren es 689. Aus unserer Sicht war und ist das ein Problem. Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes hatte bereits im Januar 2014 Deutschland empfohlen, das Mindestalter der Rekrutierung für die Streitkräfte auf 18 Jahre festzulegen und alle Formen von Werbekampagnen für die deutschen Streitkräfte, die auf Kinder und Jugendliche abzielen, zu verbieten. Aber die Bundeswehr unternimmt im Sinne dieser Empfehlung offensichtlich nichts. Wir fordern: Keine Rekrutierung von jungen Menschen unter 18 Jahren sowie ein Verbot aller Formen von Werbekampagnen für die deutschen Streitkräfte, die auf Kinder und Jugendliche abzielen – sei es an Schulen, auf Jugend- und Ausbildungsmessen oder wie jetzt mit dieser unsäglichen Webvideo-Serie „Die Rekruten“.

Sollte es doch zur Einladung der Bundeswehr an Berufsmessen oder Schulen kommen, erachten wir es für notwendig, dass diese Veranstaltungen z.B. durch kritische Gegeninformationen oder Infostände begleitet werden.“

Begründung:
Aktuell setzte sich der Stadtschülerring mit der Schulleitung des Lloyd Gymnasiums auseinanander, die einen Besuch der Bundeswehr begrüßt, aber einen kritischen Infostand von Schüler*innen als respektlos ansieht und verbieten wollte. Dies finden wir inakzeptabel und benötigen öffentlich Unterstützung.

Eine Ausbildung bei der Bundeswehr unterscheidet sich aus unserer Sicht deutlich von anderen Berufen und Diensten bei anderen staatlichen Stellen. Die Bundeswehr ist kein Arbeitgeber wie jeder andere. Ein Dienst bei der Bundeswehr ist immer auch mit der Bereitschaft, militärische Mittel zumindest als Ultima Ratio zu akzeptieren, verbunden. Darüber hinaus ist ein Einsatz in der Bundeswehr mit besonderen Gefahren verbunden. Jugendliche könnten durch die durchweg positive Berichterstattung bei Vorträgen beeinflusst werden.

Angesichts der Tatsache und der Positionierung des Bundesjugendringes zu diesem Thema, sehen wir es als wichtig an, dass auch Bremerhavener Stadtjugendring sich dieser Positionierung anschließt.
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An den Beschluss anknüpfend, wird der neue Vorstand das Thema Bundeswehr an Schulen weiter im Blick haben und Argumente sammeln, welche die Positionierung weiter untermauern.

Wir freuen uns weiterhin auf progressive Initiativen vom Stadtjugendring sowie vom Stadtschülerring.
Kein Werben fürs Sterben – Bundeswehr raus aus den Schulen

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